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Shopping-Wahnsinn-Kritik:)

Als ich heute meinen Briefkasten geöffnet habe, hatte ich mal wieder Post von esprit. Ein persönliches Kärtchen, mein Name handgeschrieben. Mir fehlen nur noch 25 e-points für einen Gutschein. Und dass die meisten meiner e-points Ende Februar verfallen. Mein erster Gedanke war natürlich: Hey, wann ich bin ich eigentlich das nächste Mal in der Stadt??

 

Vorhin in der Apotheke dann ein ähnliches Erlebnis. Ich zahle mit Karte und während der Bezahlvorgang läuft und der Belegdrucker leise vor sich hin surrt, denke ich: Shit! Ich hätte für diesen Einkauf die 3-fache Menge an Payback-Punkten bekommen können!

 

Und ein anderes aktuelles Beispiel: justfab. Die Firma wird im Fernsehen ständig beworben, zwei Paar Schuhe für 39,95 Euro. Es steht auch irgendwo auf der Seite, dass man mit dieser Bestellung und der Nutzung dieses Angebots automatisch VIP-Mitglied wird und ab diesem Tag jeden Monat 39,95 Euro vom eigenen Konto abgebucht werden. Quasi ein Abo. Fairerweise muss man sagen, dass man diese Info auf der Homepage schnell finden kann, wenn man danach sucht. Aber dieses Online-Shopping-Prinzip ist vielen nicht gebräuchlich und man erwartet einfach nicht, dass eine Bestellung in einem Abo endet.

 

Ich weiß nicht, wie es Euch geht. Ich gehe gerne mal shoppen. Ich hätte sicherlich auch gerne mal für einen Tag eine Kreditkarte ohne Limit:D Aber es ärgert mich, dass die Werbung es mittlerweile geschafft hat, so viele von uns zu Konsumopfern zu machen. Einige von Euch werden die Beauty-Videos auf youtube kennen. Ich schaue einige Kanäle regelmäßig und habe auch echt Respekt vor dem Wissen und der Arbeit, die viele Mädels da reinstecken. Aber wenn man die Sammlungen und Anhäufungen von Kosmetik da manchmal sieht, ist einem klar, dass das meiste gar nicht benutzt werden kann, schon gar nicht regelmäßig.

 

Das soll keine Kritik an den Beauty-Tuberinnen sein. Ich habe mittlerweile selbst einen kleinen Beauty-Tempel zuhause und habe meine Einkäufe in diese Richtung eingeschränkt. Ich nehme mich davon also auch nicht aus. Ich finde es toll, dass es mittlerweile immer mehr Menschen gibt, die sich bewusst aus diesem Konsum-Terror lösen und ihre Habseligkeiten auf ein Minimum reduzieren. Denn seien wir mal ehrlich: Wenn wir mal knapp bei Kasse sind, dann merken wir, dass wir doch auch mit deutlich weniger Geld und Produkten auskommen

 

Ich finde es wichtig, dass uns -trotz aller Möglichkeiten- bewusst bleibt, dass es Menschen gibt, die materiell nur ein Minimum von dem haben, was wir haben. Und oftmals erlebt man, wenn man sich diese Menschen anschaut, dass sie trotz aller Armut sehr viel glücklicher sind als wir. Zufriedenheit lässt sich mit Geld nicht kaufen. Das ist auch das Schwierige am Shopping. Dass es einem für sehr kurze Zeit ein Hochgefühl beschert. Diese Tatsache kombiniert mit dem, was die Werbung mit uns macht (was wir nicht alles unbedingt haben müssen!) lässt dann auch keine Fragen mehr darüber aufkommen, weshalb uns verantwortungsvoller Konsum oft so schwer fällt.

 

Ich für mich versuche das im Bewusstsein zu haben, dass man uns an jeder Ecke manipulieren will. Ich glaube ja, dass man glücklicher ist, je weniger man an weltlichen Besitztümern anhäuft. Und ich empfinde es so, dass einen das nicht arm macht, sondern frei. Aber all das soll uns auch nicht die Laune am Shopping verderben. Wenn man shoppt, dann sollte man es versuchen bewusst zu machen und zu genießen

 

Hier noch ein lustiger Clip, der das ganze nochmal schön auf den Punkt bringt. Ähnlichkeiten mit real existierenden Supermärkten sind natürlich nicht beabsichtigt worden

 

http://www.jibjab.com/originals/big_box_mart

 

 

27.1.15 13:21

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