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Review Film "Shades of Grey"

Am Valentinstag war es soweit, endlich "Shades of Grey" im Kino sehen! Wie erwartet, waren so gut wie sämtliche Plätze ausgebucht. Im muss zugeben, ich hatte an dem Tag irgendwie gar nicht sooo große Lust auf den Film und war nicht sonderlich in Stimmung. Wie das endete, wird später verraten.

Wir machten es uns im Kinosessel gemütlich, vernahmen ab und an das vertraute Nachos- und Popcorn-Rumgekaue und Geraschel und dann ging es los. Eine der ersten Szenen waren Luftaufnahmen vom Escala und schon da war ich überrascht, weil ich mir die Szenerie fast genauso vorgestellt hatte. Das war etwas, das sich durch den ganzen Film zog. Die Filmemacher haben die Umsetzung der Szenerie und der Umgebungsbeschreibungen aus dem Buch absolut großartig auf der Leinwand umgesetzt! Ich hatte während der ganzen 125 Minuten das Gefühl, ich hätte den Film schon gesehen, weil er meinem "Kopfkino" beim Lesen extrem nahe kam.

Was mich extrem erstaunt hat, war die schauspielerische Leistung von Dakota Johnson. WOW! Man sagt ihr zu recht eine große Karriere voraus und das nicht nur auf Grund ihrer berühmten schauspielerischen Herkunft. Sie war die Ana aus dem Buch, für mich 1:1. Bei ihr habe ich mich nicht gefragt, wie sie die Rolle spielt, weil es total authentisch war. Sie wirkte unbedarft und naiv, war sich ihrer Ausstrahlung und Schönheit anfangs nicht sehr bewusst, wusste aber immer, was sie wollte und was nicht und hat es auch so vertreten. Ich habe ihr alles abgenommen und als sie während der letzten Szenen nackt auf dem Tisch lag und Christian sie mit irgendeiner Peitsche schlug, ihr die Tränen übers Gesicht liefen...da musste ich fast mitweinen. In meinem Kopfkino war Ana genauso wie in diesem Film, sie war großartig!

Kommen wir zu Christian. Puh. Ich glaube, er hatte eine sehr schwierige Rolle zu spielen. Einen jungen, aber sehr erfolgreichen Geschäftsmann, der nach außen sehr kontrolliert, bestimmend und kühl wirkt und der nach innen sehr empfindsam und verletzlich ist und sich selbst für total abgefuckt hält. Wie spielt man so jemanden? Ich hatte beim Zuschauen manchmal das Gefühl, dass er selbst nicht so recht wusste, wie er diesen schmalen Grat darstellen sollte. In den ersten Szenen als Ana in sein Büro gestolpert kam und er so arrogant wirkend an seinem Schreibtisch lehnte...es kam bei mir nicht soooo authentisch an leider. Auf mich wirkte es oft bemüht, aber eben geschauspielert. Anders als bei Dakota.

Im Nachhinein ist mir auch aufgefallen, dass ich seine Synchronstimme nicht sonderlich gut ausgewählt fand. Ich meine, wenn jemand aus heiterem Himmel sagt "Ich schlafe nicht mit einer Frau, ich ficke sie...hart", dann sollte man doch nicht nur den Impuls haben zu lachen sondern es sollte doch auch irgendwie prickeln?! Tat es bei mir aber nicht. In der Synchronstimme und wie sie Dinge sagte, vielleicht auch die Höhe der Stimme fand ich nicht wirklich passend.

Trotzdem bin ich nach und nach mit Christian warm geworden. Optisch finde ich ihn heiß, auch wenn sein Vorgänger (der ja eigentlich als Christian geplant war) optisch vielleicht besser gepasst hätte. Aber Jamie hat etwas sehr jugendliches (was zur Vorlage passt) und dadurch auch etwas zerbrechliches, er wirkt nicht aalglatt. Er vertritt irgendwie eine subtilere Erotik, die mir auch immer besser gefiel.

Es gab tolle Szenen im Film. Als beide zu "Witchcraft" in seinem Appartement tanzen, er sie ganz eng an sich zieht und über den Boden schweben lässt. Das war wunderschön anzusehen. Oder auch der Segelflug. Trotz schöner Szenen läuft alles ein wenig im Zeitraffer ab, was ich persönlich ein wenig schade finde. Im Film geht das Kennenlernen der beiden sehr schnell. Dabei ist es doch gerade das, was im Buch sehr erotisch beschrieben ist. Wie die beiden sich langsam miteinander verstricken, welche Gedanken, Gefühle und auch Zweifel da mitspielen. Das kommt mir ein wenig zu kurz.

Was dann aber wieder lobenswert hervorzuheben ist, ist die absolute Ästhetik, mit der die erotischen Szenen gefilmt wurden. Ich war sehr froh, dass diese Szenen nicht an einen billigen Porno erinnert haben. Ich habe die Szenen als einfühlsam, respektvoll und erotisch empfunden. Sie haben nicht zu viel und nicht zu wenig Platz im Film eingenommen und haben ein Prickeln hinterlassen.

Mein Fazit:

Ich freue mich auf Teil 2! Ich weiß gar nicht, was ich von diesem Film im Vorfeld erwartet habe. Ich hatte nicht wirklich eine Vorstellung von der Umsetzung der Bücher. Sehr positiv überrascht war ich von der hervorragenden Umsetzung der Umgebungsbeschreibungen der Bücher und wie exakt der Film an der Vorlage dran war! Sehr positiv überrascht war ich wie gesagt auch von der schauspielerischen Leistung von Dakota Johnson. Der Film war für mich zu keiner Zeit langweilig und die 125 Minuten waren im Flug vergangen. Ich werde mir den Film -wenn es ihn dann zu kaufen gibt- auch definitiv nochmal im Originalton ansehen. Ich bin gespannt, wie Jamie im Original, mit seiner eigenen Stimme und Interpretation rüberkommt.

Wer die Bücher toll fand, der sollte sich den Film ansehen! Es sind definitiv aufregende, prickelnde Stunden, die die Vorfreude auf Teil 2 noch größer werden lassen!

 

17.2.15 14:57

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