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Living Patchwork

Es gibt bestimmt auch einige von Euch, die in einer Patchwork-Familie leben. Ich bin seit ein bisschen mehr als drei Jahren ein Teil davon. Mein Lebensgefährte ist deutlich älter als ich und hat zwei -fast erwachsene- Töchter, die bei ihm leben. Als es damals darum ging, ob ich eine Beziehung mit ihm wagen wollte, habe ich mir das auf Grund der Familiensituation sehr genau überlegt. Ich habe mich für ihn entschieden und von heute auf morgen war ich plötzlich Teil einer Patchwork-Familie. Einige von Euch werden die Herausforderungen kennen. Ich hatte bis zu diesem Tag noch nie einen Partner mit Kindern und habe auch keine eigenen Kinder. Und auch das Thema Kinderwunsch war mir sehr fremd. Vor 3 Jahren war es für die Mädels nicht so einfach, ihren Papa zu teilen. Es gab Tage -Gott sei Dank wenige- an denen mir das Heulen auch echt vorm Hals stand. Ich habe in den letzten Jahren mitbekommen, was es heißt, Verantwortung für Kinder zu haben und ein Leben mit Kindern zu führen.

Ich stecke gerade mitten im Umzug zu meinem Partner. Er musste heute morgen am sehr frühen Morgen los zu einem beruflichen Termin, quasi mitten in der Nacht. Als ich gerade eingeschlafen war, riss mich dann ein Klopfen an der Tür aus dem Schlaf. Die Mitfahrgelegenheit der Großen war krank, ob ich sie nicht in die Schule fahren könnte. Also schlaftrunken in die Klamotten gesprungen und auf der Rückfahrt den Sonnenaufgang genossen:D Zuhause wartete dann das nächste Date mit der Kleinen auf mich, wir mussten ein paar Behördengänge und Einkäufe erledigen. Irgendwann am späten Vormittag begannen dann auch meine hämmernden Kopfschmerzen. Zu wenig Schlaf bekommen und der Joghurt, den ich mir zwischen den beiden Fahrten reingezogen hatte, hat wohl auch nicht gereicht. Als ich gegen Mittag wieder zuhause war und gerade mal ein paar Bissen gegessen hatte, klingelte es an der Tür, die neue Waschmaschine ist da, juhuuuu! Irgendwann um 16 Uhr hatte ich einen dermaßen üblen Dröhnschädel, dass ich mich hinlegen musste. Um 17 Uhr kamen die Mädels nach Hause und hatten Huuuunger! Also Kopfschmerztablette reingepfiffen und an den Herd gestellt.

Echt, Respekt an all die Mütter da draußen, die Arbeiten gehen und noch kleinere Kinder zu versorgen und zu organisieren haben. Jetzt sitze ich hier und schreibe und vor ein paar Minuten klopfte es an der Tür, die Mädels fragen, ob ich nicht mit ihnen Fernsehen mag. Es gibt sie tatsächlich, die schönen Momente. Es ist schon toll, dass sie mich akzeptiert haben und trotz all des Stresses, den wir immer wieder hatten, weil auch noch zwei Kinder da sind, sind es schöne und auch wichtige Erfahrungen für mich in meinem Leben. Patchwork ist sicherlich für niemanden so richtig einfach, aber immer bereichernd. Ab und an werde ich dazu sicherlich auch nochmal etwas schreiben. Ich bin gespannt, wie sich manches verändern wird, wenn ich erstmal tatsächlich hier eingezogen bin

24.2.15 19:21

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