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50 Shades of Me
 
 

Plädoyer für VERTRAUEN

Ich war schon immer eine eher ängstliche Frau. Ich vermute, die Gründe dafür sind neben Genetik und Erziehung natürlich auch ein stückweit gemachte Erfahrungen im Leben und deren Interpretation. Ich kämpfe schon immer mit Ängsten und Misstrauen, obwohl ich ganz anders sein will. Und doch merke ich, wie mich das immer wieder einholt. Ich frage mich, was daran so schwierig sein soll, grundsätzlich erstmal vom Guten auszugehen anstatt immer direkt ein worst-case-Szenario im Kopf abzuspulen. Das Leben leben im Vertrauen darauf, dass es so kommt, wie es kommen soll und das Vertrauen zu haben, dass ich alles bewältigen kann, wenn ich nur will, das ist das Denken, das ich mir wünsche. Ängste und worst-case-Szenarien ändern nämlich auch nichts an der Zukunft, die uns jeden Moment neu bevorsteht und mit der wir uns jeden Moment neu auseinandersetzen müssen, egal ob es ein guter oder schlechter Moment ist. Letztlich ist unsere innere Haltung so unglaublich wichtig.

Ich stecke gerade mitten in einer Umbruchphase meines Lebens. Aufgeben meiner Wohnung und meines Jobs, um bei meinem Partner und seinen Kindern einzuziehen. Das ist mal eben so locker flockig aufgeschrieben, aber natürlich ist das mit vielen Sorgen verbunden. Werde ich einen guten Job finden? Werde ich mich in der neuen Stadt wohlfühlen? Wie wird es sein, auf einmal kein eigenes Domizil mehr zu haben? Werden wir das Leben als Patchwork-Familie meistern und wie werden sich unsere Beziehungen zueinander verändern? Obwohl ich grundsätzlich ein eher ängstlicher Mensch bin, schaue ich positiv gestimmt auf all diese Fragen. Ich versuche, mir nicht schon Sorgen über Dinge zu machen, die noch gar nicht passiert sind. Und ich wünsche mir, dass sich diese Haltung mit der Zeit in mein Hirn einbrennt. Denn so lebt es sich wesentlich entspannter und angenehmer. Ich denke gerade, wenn ich all die Stunden, Tage, Jahre, in denen ich mich umsonst über Dinge sorgte, die noch nicht passiert waren und oft auch nie passiert sind, für tatsächliche Probleme hätte sammeln können...ich könnte 120 Jahre alt werden und würde mit einem zahnlosen Lächeln auf meinem faltigen Gesicht sterben, weil ich von heute bis zum Tag meines Todes nie wieder auch nur eine kostbare Sekunde meines Lebens mit Sorge mehr hätte verschwenden müssen!

Deshalb, ein Plädoyer für Vertrauen. Dass ich die Zukunft, die mich erwartet durch sinnloses Grübeln und ängstlich sein, nicht verändern kann und so oder so mit dem umgehen muss, das mich erwartet. Und in der Zwischenzeit möchte ich jedes Glück und jeden schönen Moment genießen, denn jeder von ihnen ist einzigartig und unwiederbringlich. Und es kann der Tag kommen, an dem man sich von Herzen wünscht, dass man mehr davon genossen und tatsächlich gelebt hätte. Daraus ließe sich glatt eine der berühmt-berüchtigten 30-Tage-Challenges bei Facebook machen Lasst uns Vertrauen haben und dankbar und glücklich für das sein, das wir haben. Und lasst uns neugierig auf das bleiben, das uns erwartet. Und fast das Wichtigste, lasst uns Gutes erwarten!

12.2.15 18:46

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Nia (2.4.15 15:45)
Hey du

Ich hab jetzt ein bisschen quer gelesen in deinem Blog und bei diesem Eintrag dachte ich mir, ich schreibe dir einfach mal. Und wann tut man sowas meistens? Genau, wenn man etwas findet, was einem ein vertrautes Gefühl gibt :D

Ich war auch schon immer ängstlich und ich hätte bestimmt auch schon 120 sein können für all die Szenarien und Befürchtungen, die ich mir ausgemalt habe.

Und ich denke, dass auch auf mich bald eine räumliche und berufliche Veränderung warten wird, der ich ebenfalls etwas skeptisch entgegen blicke.

Ich wünsche dir daher, dass du positiv in die Zukunft blicken kannst und dass dich weitaus weniger Schwierigkeiten erwarten werden, als du jetzt vielleicht selbst denkst.

Liebe Grüße

Nia


Heike (13.4.15 10:23)
Liebe Nia,

ich danke Dir für deine lieben Worte, die ich besonders heute sehr gut gebrauchen kann. Danke dafür! Ich brüte gerade über Bewerbungen bzw. suche nach freien Stellen, weil mir zuhause doch so langsam die Decke auf den Kopf fällt. Es ist nicht so leicht an einem neuen Ort zu leben, noch nicht wirklich Freunde zu haben, noch keinen Job zu haben. Aber ich will nicht zu viel jammern, es kann ja nur besser werden! Dir wünsche ich auch, dass du dir im Vorfeld nicht zu viele Sorgen machst. Ich hab letztens einen schönen Spruch zu dem Thema gelesen:

Worry is a total waste of time.
It doesn´t change anything.
All it does is steal your joy
and keep you very busy
doing nothing.

Alles Liebe und Gute dir!

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